Sanierung Industrie- u. Gewerbestandort Weißandt-Gölzau

(Mittwoch, den 16.04.2008 um 10:51)

Während der Infrastrukturarbeiten am Industrie- und GewerbestandortWeißandt-Gölzau wurden in den Jahren 2006/07 auch umfangreiche Maßnahmen im Rahmen der Altlastensanierung durchgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten werden jetzt die Sanierungsarbeiten am Standort im Bereich der "Neuen Halde" fortgesetzt.Im Vorfeld dieser Sanierung waren umfangreiche und langwierige Abstimmungen zwischen allen Beteiligten notwendig um die Verantwortlichkeiten und die Finanzierung zu regeln. Zur Regelung der Verfahrensweise wurde eine entsprechende Vereinbarung unter Beteiligung der zuständigen Behörden abgeschlossen. Die Sanierung erfolgt nun in zwei Etappen. Zur Umsetzung der ersten Etappe finden derzeit Baumaßnahmen statt, um Schadstoffausträge in das unmittelbar angrenzende Landschaftsschutzgebiet Fuhneaue zu unterbinden. In die an der südlichen Peripherie des Industrie- und Gewerbestandortes gelegenen "Neuen Halde" wurden zwischen 1963 und 1992 Abfälle eingelagert, die aus der Produktion des Schwelwerkes und der Kunststoffverarbeitung stammen. Insbesondere wurden Bauschutt, Bodenaushub, Hausmüll und Schlacke eingebracht. Im Rahmen der Erkundung und Planung zur Sicherung der gesamten Deponie wurde festgestellt, dass am Böschungsfuß zum angrenzenden Oberflächenwasser über austretendes Schichtenwasser eine Beeinflussung des Gewässers gegeben ist. Zur Abwehr von möglichen Gefahren für das angrenzende Gewässer werden kurzfristig notwendige Sicherungsmaßnahmen an der südlichen Böschung durchgeführt. Derzeit läuft die Baumaßnahme auf Hochtouren, um das ange¬strebte Ziel zu erreichen, die unmittelbaren Arbeiten an der Grenze zum Land-schaftsschutzgebiet schnellstmöglich zu beenden. Mit diesem Termin soll der dann vorgelagerte Damm den Kontakt zwischen Halde und Oberflächengewässer unterbinden. Bei den Bauarbeiten traten durch die umfangreichen Niederschläge und die damit verbundenen hohen Grundwasserstände Verzögerungen von ca. 2 Wochen auf. Ab Anfang April finden Bauarbeiten nur noch im rückwärtigen Bereich zur Halde statt. Damit soll gewährleistet werden, dass trotz der notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr die Beeinflussung des angrenzenden, ökologisch wertvollen, Systems so gering wie möglich gehalten wird.In einer zweiten Etappe sollen für die Halde ab dem Sommer 2008 umfangreiche Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Der Umfang reicht von der Herstellung standsicherer Böschungen mit bereits Vorort gelagertem Material, über die Abdeckung der Halde mit einer Rekultivierungsschicht bis zur anschließenden Begrünung. Die Halde wird nach Beendigung der Sanierung einen fließenden Übergang zum Landschaftsschutzgebiet darstellen. Die Arbeiten werden durch in Bitterfeld-Wolfen ansässige MDSE Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH organisiert und begleitet. Die Finanzierung für den größten Teil der Maßnahmen übernimmt dieLandesanstalt für Altlastenfreistellung. Die Gesamtkosten für die Sanierung und Rekultivierung der "Neuen Halde" belaufen sich auf ca. 500.000 EURO.

Herr Basmer (MDSE) Landesanstalt für Altlastenfreistellung in Abstimmung mit dem Ausschuss für Industrie und Gewerbe derGemeinde Weißandt-Gölzau




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